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M O T I V A T I O N S - T  I P P S    F Ü R    E L T E R N

  • Sie motivieren Ihr Kind am meisten, wenn Sie  Anteil an seinem Musizieren nehmen und seine Bemühungen wertschätzen.

  • Je nach Alter Ihres Kindes ist es gut, beim Üben ganz oder über einen festgelegten Zeitaraum dabei zu sein. Am Anfang reichen 3-5 Minuten täglich, später 10-15 Minuten. Wenn das Kind freiwillig länger üben möchte, darf es das selbstverständlich. Aber am nächsten Tag werden trotzdem 3-5 Minuten geübt. Das tägliche Üben wird eine gute Gewohnheit und immer selbstverständlicher.

  • Sollte Ihr Kind bereits selbständig üben, bleibt es engagiert, wenn Sie sich gerne anhören wollen, was es geübt hat:
    " Das klingt aber schön. Ich freue mich immer, wenn du spielst."

  • Legen Sie eine Uhrzeit fest, zu der ihr Kind übt (oder Sie beide üben) oder fragen Sie Ihr Kind jeden Tag, wann es heute üben möchte. Erwarten Sie nicht, dass es von alleine übt, das ist keine Selbstverständlichkeit! Halten Sie sich aber unbedingt an die vereinbarte Uhrzeit und lassen Sie keine Ausreden durchgehen. Helfen Sie ihm, anzufangen: "Das hat doch schon so toll geklungen beim letzten Mal. Fang doch einfach mal an."

  • Ein beliebter Trick ist, die Übezeit kurz (z.B. 10 Minuten) vor dem Schlafengehen festzulegen. Manche Kinder verzögern das Schlafengehen dann, indem sie noch 5 Minuten länger üben. Wunderbar! Im Schlaf verarbeitet das Unbewusste das Geübte noch einmal, so dass es besser im Gedächtnis bleibt.

  • Üben Sie zeitnah nach dem Unterricht, damit das Gelernte effektiv verarbeitet wird. Am besten lassen Sie sich den Unterrichtsstoff noch am gleichen Tag vorspielen: "Was hast du heute gelernt?  Ich bin schon so gespannt."
    Bestärken Sie Ihr Kind durch Ihren Kommentar:  "Das ist ja ein lustiges/spannendes/schönes/wildes/tolles Stück!
    Spiele es doch noch einmal."  Kinder lieben Wiederholungen und zeigen gerne, was sie können.

  • Wenn Sie selbst beim Unterricht dabei waren, wiederholen sie den Stoff trotzdem am gleichen Tag. Oder spätestens am nächsten Tag. Das aktuell Gelernte ist jetzt frisch und verankert sich am besten im Gedächtnis, wenn es so bald wie möglich wiederholt wird. Wenn Sie länger warten, ist schon ein Teil verblasst! Nach fünf Tagen haben sie nur noch 30 Prozent. Das gilt auch für schulisches Wissen.

  • Singen, klatschen, sprechen oder tanzen sie das Stück gemeinsam. Trommeln Sie den Rhythmus auf Pappkartons oder klopfen Sie auf Stuhl und Tisch. Tanzen Sie im Rhythmus oder vermitteln Sie auf Ihre Weise die Freude an dem Stück.

  • Sie kennen ein Stück bereits? Erzählen Sie, woher Sie es kennen. Und bitten Sie Ihr Kind immer mal wieder, es für Sie zu spielen.

  • Fragen Sie Ihr Kind ab und zu, was ihm an seinem vorgespielten Stück selbst gefällt und was (noch) nicht. Bieten Sie an, ihm bei einer wackeligen Stelle zu helfen. Zu zweit macht es mehr Spaß. Freuen Sie sich mit ihm, wenn eine schwierige Passage klappt.

  • Manchmal wollen die Finger nicht so wie der Kopf. Dann hilft Fantasie: Sagen Sie zum Beispiel, dass der Kopf die Königin oder der König ist und die Finger sind ihre/seine Getreuen. Der König befiehlt, und die Getreuen folgen ihm. Natürlich ist der König nachsichtig, wenn die Getreuen nicht alles auf einmal richtig machen können. Nach 4-5 Wiederholungen kommt die nächste Stelle dran, auch wenn sie noch nicht perfekt ist.  Wenn etwas an einem Tag gar nicht klappt, macht es nichts, denn die Woche hat sieben Tage. Statt eines Königs können Sie auch einen Sporttrainer benennen, dann sind die Finger die Mannschaft. Oder einen Zirkus-direktor, dann sind die Finger die Artisten usw.

  •  Ein Metronom kann ein wunderbarer Schlagzeuger sein. Geben Sie ihm einen Namen (meines heißt Joe). Lassen Sie es (ihn) ab und zu mitspielen, aber machen Sie es nicht zum Zwang. Je mehr Sie das Metronom wie ein interessantes Spielzeug behandeln, desto phantasievoller wird das Kind damit üben (und seine Möglichkeiten ausprobieren) wollen. Stellen Sie es eventuell etwas weiter weg, denn es kann für Kinderohren ziemlich laut klingen.

  • Legen Sie sich für die Hausaufgabe ein Wochenziel fest. Sie brauchen nicht jeden Tag das Ganze perfekt zu üben, sondern nehmen sich zum Beispiel einen Tag nur ein paar Takte vor. Oder am Klavier nur eine Hand. Eine Zupfübung auf der Gitarre, einen Akkordwechsel. Oder eine Tonleiter auf der Flöte. Loben Sie und seien Sie begeistert, wenn es klappt.

  • .Führen Sie Ihrem Kind ab und zu vor Augen, was es bereits gelernt hat:  "Wie gut du das jetzt schon kannst. Das hast du aber schnell gelernt! Super!"

  • Das Interesse des Vaters ist wichtig. Da geht es um Bewunderung und Anerkennung. Auch wenn er beruflich sehr eingespannt ist, sollte er regelmäßig um ein Vorpiel bitten und sein Lob auch für kleine Dinge zum Ausdruck bringen.

  • Wenn Sie das Gefühl haben, Sie oder Ihr Partner können Ihrem Kind absolut nicht helfen, weil sie nichts von Musik verstehen, dann motivieren Sie es trotzdem, indem Sie sich regelmäßig etwas vorspielen lassen. Sagen Sie einfach: "Uns gefällt es, wenn du Klavier/Gitarre/Flöte spielst. Ich verstehe leider nichts davon, aber es klingt so schön." Sie wissen ja:


Talent ist gut,

Üben ist besser,

Leidenschaft führt zum Erfolg.

 

Fördern Sie bei Ihrem Kind die Liebe zur Musik!